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29. März - 01. Mai 2015

Der Sternenhimmel im April

Sterne

Im Frühjahr stehen zwei Sternbilder sehr markant am Nachthimmel: Der Große Wagen und der Löwe. Beide stehen nun hoch über uns und dominieren das Sterngeschehen.
Der Große Wagen ist eigentlich gar kein anerkanntes Sternbild sondern lediglich eine auffällige Sternkonstellation. Tatsächlich bildet er den Hinterteil des viel ausgedehnteren Sternbilds der Großen Bärin (Ursa major), deren Sterne allerdings schwerer zu sehen sind. Im englischsprachigen Raum wird der Große Wagen übrigens als die „große Schöpfkelle“ oder auch als der „Pflug“ bezeichnet.
Der „Große Wagen“ ist der Kompass der Nacht. Über die 5-fache Verlängerung seiner Deichselsterne findet man den Polar- bzw. Nordstern und damit automatisch alle vier Himmelsrichtungen.
 

Sternbildlegende im April:

Im Frühjahr kann die Wasserschlange tief am südlichen Horizont entdeckt werden. Nach der griechischen Mythologie handelte es sich hierbei um das Untier Hydra, welche die Stadt Lerna verwüstete. Es war die Aufgabe des Helden Herkules die Hydra zu besiegen. Doch für jeden Kopf, dem er den Tier abschlug, wuchsen zwei neue nach. Zusätzlich wurde er von einem riesigen Krebs angegriffen und nur mit Mühe gelang es ihm diesen zu zertreten. Die Hydra konnte Herkules nur mit Hilfe seines Neffen Iolaos besiegen. Jedes Mal wenn Herkules einen Kopf abhackte, brannte Iolaos die Wunde aus, sodass keine Köpfe mehr nachwachsen konnten.
Herkules, die Hydra und der Krebs wurden am Sternenhimmel verewigt.
 

Sichtbarkeit der Planeten:

Merkur: Bleibt fast den gesamten April über unsichtbar und ist erst Ende des Monats am Abend sichtbar.
Venus: Am Abend im Südwesten als heller „Abendstern“ zu sehen.
Mars: Bleibt im April unsichtbar.
Jupiter: Die ganze Nacht über im Sternbild Krebs zu sehen.
Saturn: Wird zum Planeten der zweiten Nachthälfte.
 

Mondphasen:

4. April.: Vollmond 
12. April: Letztes Viertel 
18. April: Neumond 
26. April: Erstes Viertel 
 

Himmelsereignisse im April:

13. April: Die Venus wandert durch die beiden Sternhaufen der Hyaden und der Plejaden (Siebengestirn) im Sternbild Stier. Der Bereich zwischen diesen beiden Sternhaufen wird auf Grund seiner Schönheit auch das „Goldene Tor der Ekliptik“ bezeichnet.

23. April: Das Maximum des Sternschnuppenschauers der Lyriden ist gegen 2:00 Uhr MESZ zu erwarten. Mit bis zu 18 hellen Sternschnuppen/Meteoren pro Stunde, die ihren Ursprung zwischen den Sternbildern der Leier und Herkules haben, kann gerechnet werden. Die Lyriden gehören zu den ältesten bekannten Meteorströmen. 

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